lyrik von Roman Seelenbrandt

Bericht zur Lage des Patienten 007 auf Station 187

Bericht zur Lage des Patienten 007 auf Station 187 Da meine sehr geehrte Medizinerin Frau Dr. Sophia Rode meint, ich würde sehr viel Süßigkeiten essen, darum so massiv aus allen Nähten platzen, werde ich ihr mal einen etwas detaillierteren Bericht bereitstellen und die Schuldigkeit meiner Fettleibigkeit hoffentlich zum Teil an andere abtreten können. Also vor meinem allerersten Psychiatrie Aufenthalt, hatte ich keine Probleme mit übermäßiger Gewichtszunahme, ich hatte zu dem Zeitpunkt als wahrscheinlich hart aber auf jeden Fall bestimmt arbeiten gehenden jungen Mann, beständig meine 75 Kilogramm vom 18en bis 22en Lebensjahr bei 180 cm Körperhöhe mit mir rumgetragen. Als ich mich die ersten Wochen im Chat aufhielt nach meinem Feierabend oder auch zu vielen Zeiten meiner Freizeit, weil ich die meiste Zeit alleine blieb, traf ich in den Chats immer wieder Menschen die mir davon erzählten das sie an einer Stoffwechselkrankheit leiden würden. Ich weiß nicht wieviel Wahrheitsgehalt daran lag. Oder sie wie so oft in ihre Kristallkugel sahen und mir etwas sagen wollten. Nach meinen ersten 4 Psychiatrie Aufenthalten, die ich durch meine massive Chatterei verantwortlich mache, änderte sich durch die Einstellung ihrer Medizin wahrscheinlich auch mein Stoffwechsel, weil sie machten ein Schilddrüsenbild bzw. Spiegel, sie gaben mir allen voran Flourancol währenddessen Einnahme ich schon spürte das dieses Medikament wahrscheinlich nicht ohne sein wird, weil mein Körper dadurch sehr, sehr viele Einschränkungen erfuhr. Ich Mein Essbesteck nicht mehr zu meinem Mund führen konnte, mir nicht mehr selbstständig meine Wäsche anziehen konnte und sehr wackelig auf den Beinen wahr, meine Wahrnehmung war auch total verschwommen als würde ich wie in einer Riesengrossen Seifenblase an allen anderen vorbei schweben. Zudem verlor ich bestimmt 3 Liter Speichel wie in dem Film Sigourney Weaver Alien aus meiner Mundhöhle.

Haldol, Taxilan und Seroquel waren auch heftiger Natur, und würden zu einer sehr, sehr massiven Gewichtszunahme des einnehmenden Patienten führen. Ich nahm in den ersten 2 Jahren meiner in meinem Leben neuartigen Psychiatrie Erfahrungen gut 40 Kilogramm zu. Obwohl sich mein Bewegungsgrad von 8 Std. harter Arbeit in der Nutzfahrzeuge Industrie sowie meine Nahrungsaufnahme Gewohnheiten unverändert waren. Wenn ich also bedenke das ich mit meinem Gewicht nie Probleme hatte egal was wie und wieviel ich aufnahm nach Einnahme dieser hochpotenten Psychopharmaker die Hälfte von meinem damals aktuellen Standardgewicht von 80 Kilogramm hinzugewann also plötzlich 120 kg wog, denke ich schon das diese Medizin eine Stoffwechselkrankheit ausgelöst haben werden. Wobei ich heute nicht mal weiß warum ich diese Medizin nehme, weil ich hatte niemals mit einem Arzt über meine Symptome, Wahrnehmungen, Ängste oder mein verloren gehenden Realitätssinn gesprochen. Eigentlich war ich dort wegen immer stärker auftretenden Schlafstörungen und dank meiner Eltern ihren Befürchtungen mein Marihuana Missbrauch würde meine Persönlichkeit verändern sowie Suizidgedanken. Meine damals behandelnden Ärzte um die Jahrtausendwende, also in der Millenium Zeit waren sich alle sicher, dass ich aufgrund meiner Medikamentation auf jeden Fall Diabetis bekommen werde. Sie nahmen also sehr schwere Begleiterkrankungen und meine massive Gewichtszunahme billigend in Kauf. Für Symptome von denen ich damals starke Paranoiaschübe hatte, ich konnte sie aber durch das komplette Ignorieren sämtlicher Medien wie TV, Radio, Tageszeitungen, Zeitschriften, Musikindustrie, Kino und Film, Internetseiten außer den Chats, für ganze 10 - 15 Jahre sehr fern von mir halten und mein Einsames Leben, auf massive Beschimpfungen anonymer Menschen in den Chats beschränken. Heute habe ich wieder heftige Paranoiaschübe weil ich über Youtube wahrnehme das mich sehr viele Menschen hassen, dieser hass also nicht nur in den Chats 15 Jahre aufblühte, sondern sich in der ganzen Zeit, durch die ganze Masse zog, die ich ja weitestgehend nicht böswillig sondern aus Angst ignoriert habe.

Die heutigen Paranoischübe lassen sich a) durch meinen immer noch Einnahmezwang von Psychopharmakern leicht regulieren und eindämmen, außerdem beruhe ich mich auf meine eigenen Beschäftigungen, die mich ablenken und mich nicht Stundenlang an Youtube oder Streaming Portalen fesseln. Als ich im Jahr 2005 meine heutige Frau kennenlernte, war ich nach Jahrelanger Einsamkeit endlich wieder etwas Mobil, denn ich selbst verlor meinen Auto Führerschein mit Anfang 20. Ich war in den ersten Wochen sehr viel mit ihr Unterwegs, sah mir die Archtiektur etwaiger Innenstädte in Niedersachsen, Mecklenburg Vorpommern, Hessen und Baden Württemberg sogar Frankreich an. Besuchte Kirchen, Freizeitparks, und Zoos meine jetzige Frau zwang mich aber zur regelmäßigen Einnahme meiner Psychopharmaker, etwas was ich unter dem Leben meiner Eltern nicht wirklich immer beherzigt habe, weil ich nicht an die Ärzte glaubte das all meine Wahrnehmungen Hirngespinste und Halluzinationen seien. Nach ca. 2 Wochen im Heidelberger Zoo in Höhe des Wildgeheges, fingen an meine Füße sehr wehzutun und ich war froh das ich es zurück zu unserem Auto schaffte, von da an lief ich immer mit sehr sehr starken schmerzen in den Füssen herum. Wenn ich bedenke das ich seit 12 Jahren mit dieser Frau zusammen lebe, nachdem ich meine tolle Wohnung in Salzgitter aufgab, und aus heiterem Himmel nach 2 Wochen die nach dem ich sie kennenlernte, sehr starke schmerzen bekam, kann ich eigentlich nur meine psychiatrische Medizin dafür verantwortlich machen, da auch alle Neurologen die ich deswegen aufsuchte nie etwas feststellen konnten oder wollten und alles für normal erklärten obwohl selbst ich vor 8 Jahren schon Verformungen am Knöchel und Fußballen wahrnahm. Heute kennen sie meine Füße ja selber. Ich esse weder viel noch zu süß. Ich esse wie viele andere auch ganz normal nach Youtube Augenzeugenberichten sogar besser als manch anderer. Würde mich mit weniger Problemen und weniger hate und etwas liebe wahrscheinlich sogar Königlich ernähren, laut meiner Fantasie mit einer tollen frau zusammenzuleben. Aber das ist mir nicht gegönnt, weil die Damen mich ja noch mehr hassen als die Herren. Soll mich aber dennoch auf keinen fall umbringen. Leider nehme ich nur Psychopharmaker und habe absolut keine Bewegung. Ich war auf meiner Hochzeitsreise in Paris, obwohl meine Füsse sehr wehtaten, da ich aber isoliert in meiner Wohnung lebe, war mir das nie bewusst, sonst hätte ich mir diesen höllischen stadttrip sicher erspart. Obwohl ich eigentlich froh bin wenn ich zum Kühlschrank komme. Ich liebe die Stadt Paris wie so viele andere Städte ebenso zum bereisen, es war ein großer Traum von mir nach 1998 noch einmal in meinem Leben nach Paris zu kommen. Den ich mir glaube ich 2008 auch erfüllen konnte, aber weil ich mein Elend unterschätzt habe verbrachte ich 5 Tage unter heroischen Schmerzen nur im Hotelzimmer. Das Psychiatrie Medikament Zyprexa zum Beispiel sorgt bei mehr als der Hälfte der Patienten die dieses Medikament einnehmen, für eine Verdopplung des Gewichtes von dem Tag ab Einnahmebeginn, also kann ich davon ausgehen das meine Medizin ein gewaltiges Maß daran besitzt das ich so dermaßen kaputt bin.