Notre Dame


In den 1990er Jahren tat ich Dich das erste Mal mit meinen Augen, Herzen, Gedächtnis, meinen Fantasien und Träumereien um all Deinen Erzählungen der letzten 600 Jahre umarmen. Dein Ort, Paris und all seine großartige Kunst und Bauwerke, war damals so ziemlich der Letzte meiner Wege in dieser doch von mir über weite strecken sehr geliebten Welt und meinem erbärmlichen schmerzhaftem, Leben. Als ich Dich das erste Mal Live vor mir sah, nahm ich Dich wie ich in der damaligen Zeit feststellte so regungslos, sensibilisiert, be- und gerührt wahr wie kein anderer Mensch, der damals vor oder in Dir gestanden war. Alle nahmen Dich im vorbei gehen, peripher oder nur sehr oberflächlich in Augenschein, manche hatten auch einen Reiseleiter, der Dich näher zu ihnen brachte. Doch sahen sie in Dir dasselbe wie ich in meiner Fantasie 600 Jahre vor mir, als Menschen Dich noch nicht fertigstellten, was sie ja bis zu Deiner Schadensname in dieser Woche nicht taten, sondern dabei waren eines der heute sagenumwobensten Gotteshäuser in Europa zu erbauen. Ich weinte im inneren weil so viele Menschen einfach an Dir vorbei.


Gingen. Wie sie im Übrigen oftmals durch den ganzen Ort Deiner wundervollen Heimat Dein Standort rennen. Ich war diese Woche sehr traurig darüber was Dir geschah und hoffe mir für die gesamte Welt sehr, das sie Dich wieder herstellt und nicht allzu sehr verändert, sondern 1 zu 1 rekonstruiert nachbildet, auch wenn das natürlich nicht widerspiegelt, welch wundervolles Bauwerk Menschen weit vor unserer heutigen Zeit errichteten. Mit Dir gibt es noch viele weitere Großartige von Menschenhand errichtete Gebäude, oftmals sogar in Deiner Nachbarschaft, ich weiß nicht genau wie es zu Deinem Unfall kam, doch ich hoffe, es war in dieser von mir sehr mitfühlenden Größenordnung die Du als mein bewundernswerten Schatz ausmachst, das erste und letzte mal das ich so eine traurige Nachricht mit ansah.