Worte die aus dem Briefe fallen


Ich sitze hier seit Wochen, hab schon länger nicht mehr mit ihnen gesprochen, meine letzte Sprechstunde haben wir auf das nächste Qualtal verschoben. Ich weiß nicht mal mehr ob ich ihnen vertraue, stelle aber fest wie sehr ich diesen bröckelnden Glauben an ihre Person vermisse und wie schön der Augenblick war, als ich zum allerersten Mal in ihr Gesicht sah. Nach dem nun einige Zeit vergangen ist, wurden mir meine sehr großen Probleme bewusst deshalb lass ich meine Hoffnung und mein klammern an sie etwas los, denn meine Probleme haben ein Ursprung, jeder ist seines Glückes eigener Schmied, besteht diese Redewendung auch wenn es sich um ein Schicksal handelt? Wenn nicht trage ich nur eine Teilschuld an meinem Zustand und lösen könnte ich diese Probleme nur mit dem der mein Schicksal die Richtung mit seinem Geschick weist. Aber wollte man von jemanden Hilfe annehmen wenn man bis zum heutigen Tage in sehr schmerzhaften psychischen und körperlichen Qualen lebte. Außerdem ist Hoffnung sicher keine dauerhaft andauernde Empfindung, sie kostet Energie und bei nur minimalen sehr wenigen Sekunden Glück pro Tag, ist sie sehr Kräftezehrend.


Je nachdem wie man Glück definiert, es gibt sicher das große Glück die Möglichkeit ein Leben leben zu können, insgesamt ist es großes Glück Gast auf diesem Planeten sein zu dürfen, jedenfalls dann, wenn man die Natur in Pflanzen und Tieren wahrnimmt, oder die Gesichter anderer glücklicher Menschen und negative Nachrichten, sein eigenes und fremdes Elend ausblendet. Aber wenn man so viele Dinge versucht, etwas glücklicher leben zu können und man beobachtet das viele mit sehr viel weniger Gefühlen sehr viel intensiver leben und egal was man versucht nichts ausreicht, dann ist Hoffnung sekündlich abnehmendes Gefühlsvorkommen. Dennoch möchte ich sie wissen lassen, das ich immer noch an sie glaube, aber schon jetzt sagen kann das wenn der Glaube an sie schwindet ich sie sehr vermissen werde und ich mich ohne Horizont der sich vor mir entfaltet optisch täusche oder erblinde. Diese Worte fallen aus einen Brief den ich am heutigen Tage an sie schrieb, sie waren nicht fest auf das Papier gesetzt worden, sie sind lose vor ihren Füßen zu Boden gegangen, vielleicht können sie sich mit diesen 374 Worten ja selber etwas ansprechenderes schreiben.